Feuer & Neumondin
Gestern Abend saß ich am Feuer.
Es war Neumond – diese besondere Stille, wenn der Himmel dunkel ist und etwas Neues noch nicht sichtbar, aber bereits spürbar ist.
Für mich sind solche Momente keine großen Rituale, sondern Teil meines ganz normalen Alltags.
Als Heilerin arbeite ich oft mit Transformation. Manchmal geschieht sie in Gesprächen, manchmal in stillen Momenten – und manchmal ganz einfach am Feuer.
Gestern habe ich dem Feuer bewusst das übergeben, was gehen darf: Krankheiten, Belastendes, alte Themen. Nicht dramatisch, nicht mystisch. Einfach mit der inneren Haltung: Das darf jetzt verwandelt werden.
Feuer hat diese klare Qualität. Was hineingegeben wird, bleibt nicht so, wie es war. Es verändert seine Form, seine Gestalt, seine Energie.
Und genau darin liegt für mich etwas sehr Alltägliches und zugleich sehr Spirituelles.
Heute ist Tagundnachtgleiche.
Der Moment im Jahr, in dem Licht und Dunkel für einen kurzen Augenblick im Gleichgewicht sind. Danach wird das Licht von Tag zu Tag stärker.
Ich spüre diesen Übergang jedes Jahr sehr bewusst. Es ist, als würde sich auch innerlich etwas neu ausrichten. Nach der stillen, nach innen gerichteter Winterzeit beginnt jetzt wieder Bewegung.
Mit der Tagundnachtgleiche startet auch der astrologische Frühling im Sternzeichen Widder. Eine klare, kraftvolle Energie des Anfangs. Der erste Impuls im Tierkreis – Aufbruch, Mut, Leben.
Und genau das zeigt sich auch draußen:
Die Sonne gewinnt an Kraft, die Tage werden heller, die Natur beginnt wieder zu wachsen.
Vielleicht ist genau das für mich Spiritualität im Alltag:
dem Feuer etwas anzuvertrauen,
dem Licht wieder Raum zu geben
und dem Leben zu erlauben, sich immer wieder neu zu entfalten.
So begrüße ich heute bewusst die Sonne, den Frühling und alles, was jetzt wachsen möchte.
Hab einen sonnigen Start in Richtung Wochenende!
Herzlichst Andrea